Stressmanagement in Leben und Beruf: 14 Anti-Stress-Tipps für den Alltag

Stress scheint für viele Erwerbstätige genauso zum Alltag zu gehören wie der Kaffee am Morgen. Und der Begriff Stress ist gewissermaßen auch in unserer Hochleistungs-Gesellschaft etabliert – oder zumindest bekommen wir häufig den Eindruck vorgelebt, dass Stress geradezu eine Grundlage einer ehrgeizigen und vorzeigbaren Karriere ist. Doch die goldene Mitte liegt meistens zwischen Unterforderung und Überforderung.

Effektives Stressmanagement fängt damit an, den eigenen Stress zu verstehen und ihm in die Augen zu schauen. Wie Stress entsteht und wie Menschen Ihren persönlichen Stress bewältigen, ist höchst individuell. In diesem Blogartikel möchte ich Ihnen eine kurze Übersicht zur Entstehung und Bewältigung von Stress sowie eine Infografik des Unternehmens für Arbeitsplatzoptimierung Ergotopia vorstellen.

Eine Studie der Techniker Krankenkasse zeigte im Jahre 2013, dass gut 70 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland häufig unter „Stress“ leiden. Die ursprüngliche Wortbedeutung lässt sich dabei auf das lateinische Wort „stringere“ zurückführen, was schlichtweg so viel bedeutet wie „in Spannung versetzten“. 70 Prozent aller Erwerbstätigen kennen und erleben das Gefühl, unter permanenter Spannung zu stehen die mitunter über einen längeren Zeitraum hinweg zu einer nicht zu unterschätzenden gesundheitlichen Zerreißprobe werden kann.

Eigentlich ist die Reaktion unseres Körpers auf Stress eine Überlebensstrategie, wie das obenstehende SWR-Video zeigt. Hier greift wieder die Formulierung „unter Spannung stehen“, denn die hormonelle Reaktion auf eine gefährliche Situation ermöglicht es unserem Körper, unter Druck Bestleistungen zu erbringen, zu denen wir andernfalls vermutlich nicht in der Lage gewesen wären. Doch die schnelle Flucht, die unseren Vorfahren vor Jahrtausenden das Überleben gesichert hat, ist in unserer modernen Zeit (meist) nicht mehr notwendig – denn die vermeintlichen Gefahren sind nur selten wirklich real. Zumindest ist die schlagartige Flucht aus dem Büro im Normalfall wenig ratsam. Stattdessen können wir Stress sogar als einen Antreiber sehen, solange wir unseren Stresslevel aktiv kontrollieren, uns einen gesunden Umgang mit Stress aneignen und uns der gesundheitlichen Konsequenzen bewusst machen.

Während die Auslöser für Stress, die Stresssoren, durchaus individuell unterschiedlich sein können, so kristallisiert die benannte Studie der Techniker Krankenkasse auch die häufigsten Stressfaktoren am Arbeitsplatz heraus, so zum Beispiel:

  • Ein (zu) hohes und belastendes Arbeitspensum
  • Der ständige Druck durch Abgabefristen & Terminvorgaben
  • Ein Fokus-Verlust durch Unterbrechungen und den nie endenden Fluss an Informationen

Gerade am Arbeitsplatz ist also ein kontrollierter und aktiver Umgang mit Stresssituationen enorm wichtig, um das eigene Wohlbefinden, aber auch die Qualität der Arbeit zu verbessern bzw. zu erhalten. Sicherlich bedeutet erfolgreiches Stressmanagement auch, einen gesunden Umgang auf mehreren Ebenen zu erlernen:

  • Finden Sie heraus, was Ihr akutes und aufkommendes Gefühl von Stress auslöst und nutzen Sie Entspannungs-Rituale, um in solchen Momenten gezielt auf Stress reagieren zu können.

  • Werden Sie sich Ihrer langfristigen und operativen Ziele bewusst und schärfen Sie Ihren Fokus: Sie müssen nicht alles schaffen – und schon gar nicht alleine. Vielmehr sollten Sie Ihre Prioritäten schärfen und Ablenkungen vermeiden (siehe auch meinen Blogartikel Schluss mit Multi-Tasking: Stress vermeiden & effektiver arbeiten durch Fokus auf das Wesentliche). Wussten Sie zum Beispiel, dass ein ständiger Blick in das geöffnete E-Mail Postfach nicht nur Ihre Konzentration, sondern auch Ihren IQ kurzzeitig deutlich senken kann? Das ergab zumindest eine Studie der University of London.

  • Bauen Sie aktiv Entspannung und Bewegung in Ihren Alltag und Ihr Berufsleben ein: Legen Sie bewusst Pausen ein, integrieren Sie kurze Entspannungsübungen oder Workouts in Ihre Arbeitsintervalle und belohnen Sie sich auch für erreichte „Etappenziele“ – so können Sie Stress auf lange Sicht vorbeugen und Ihre Stressresistenz verbessern.

Die folgende Infografik des Unternehmens für Arbeitsplatzoptimierung Ergotopia fasst die Stressproblematik in Deutschland noch einmal zusammen und bietet Ihnen 14 Tipps, mit denen Sie im Alltag deutlich entspannter agieren:

Stressmanagement: 14-Anti-Stress-Tipps für Deinen Alltag

Weitere Infos von Ergotopia zum Thema Stressmanagement & gesunde Arbeitsplatzgestaltung

Seminar ‚Stressbewältigung & psychologische Gesundheitsförderung‘

Impuls-Vortrag / Mini-Workshop ‚Stressbewältigung & Gesundheitsförderung‘

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